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Pressemitteilung des Volkstheaters: Frankfurt, 02.12.09:
Da haben wir uns so viel Mühe gegeben und für unser mit großem Erfolg gefeiertes Stück "Altweiberfrühling" im Vorfeld eine nette Werbung überlegt. Schließlich geht es darin um feine Dessous und um die Botschaft, seine Träume – auch im Alter – niemals aufzugeben.Das altehrwürdige Kaufhaus M. Schneider hat uns nicht nur mit einem wunderschönen Büstenhalter, sondern auch mit der entsprechenden Schaufensterpuppe unterstützt, die auf dem Werbeplakat effektvoll abgelichtet wurden.Und nun das! "Frauenfeindliche Werbung!" steht auf den Aufklebern, die seit dieser Woche in knallrot einige unserer Plakate "zieren". Leider steht kein "Bekenner" dabei, so dass wir uns bei den Urhebern dieser Aktion nicht für die zusätzliche Werbung bedanken können.
Ob hier wirklich eine Organisation dahinter steckt, die sich um das sittliche Wohl der Frauenwelt sorgt? Hätte man dann den Aufkleber nicht über den skandalösen Anblick des BH-umhüllten Busens der Schaufensterpuppe kleben müssen? Hat man aber nicht. Der gibt gibt weiterhin den Blick auf das Unerhörte frei. Die Allerschnellsten scheinen die unbekannten Sittenwächter auch nicht zu sein, schließlich hängen unsere tollen Plakate schon seit Ende Oktober in ganz Frankfurt.
Sollten wir die Aufkleber entfernen lassen? Wir denken nicht daran! Aber wir laden die Aktionisten herzlich dazu ein, eine Aufführung von "Altweiberfrühling" im Volkstheater Frankfurt zu besuchen. Dort können sie etwas über wahre Emanzipation lernen.
Und damit auch die interessierte Öffentlichkeit über diese skandalöse Werbung und deren adäquate Antwort sittentreuer Bürger informiert wird, wurde dieser ganze unerhörte Vorgang selbstverständlich auch der Presse übermittelt, auf dass sie schonungslos berichten möge.

Plakat Altweiberfrühling - Frauenfeindliche Werbung